Die 6. Klasse engagierte sich für Kinderrechte

In letzter Zeit hatten wir das Thema Kinderrechte im Unterricht. Wir lernten über die Rechte, die Kinderrechtsverletzungen, was gerecht ist und was nicht, Wünsche und Bedürfnisse, Pflichten und Rechte und wann man von Kinderrechten spricht und wann nicht. Wir schauten auch einen Film, der zeigte wo Kinder überall arbeiten müssen. Wir erstellten unser eigenes Dorf: „das Dorf der Kinder“, in dem unsere Rechte galten und kein Kind Leid erfahren muss.

Schon am Anfang wurde uns klar, dass das Thema Kinderrechte etwas Ernstes ist. Es geht so vielen Kindern schlecht. Unsere schlimmsten Zeiten oder unsere schlimmsten Stürze sind nichts, verglichen mit den Kindern in ärmeren Ländern, die arbeiten müssen oder mit Kindern, die überhaupt kein Zuhause haben.

Wir sprechen hier von Kindern, die mit Gewalt aufwachsen; Kinder, die nicht mal Essen auf den Teller bekommen; Kinder, die Freizeit überhaupt nicht kennen, oder Kinder bei denen ein Kleiderschrank überhaupt nicht in Frage kommt. Das Thema liess uns nicht unberührt und wir wollten nicht weiter tatenlos zusehen, sondern etwas für die betroffenen Kinder tun. Deshalb bereiteten wir einen Kuchenverkauf für die ganze Schule vor, der uns genug Mittel einbringen sollte, um etwas zu bewirken.

Zunächst bereiteten wir alles dafür vor: wir verteilten die Aufgaben untereinander, erstellten Listen darüber, wer welchen Kuchen mitbringt und bastelten Preisschilder für diese. Ausserdem informierten wir die Schüler, Lehrer und alle, die sonst noch am Schulleben beteiligt sind. Dazu hielten wir eine Präsentation über das Thema Kinderrechte und erklärten dabei auch unser Vorhaben. Als Datum suchten wir uns den 20. November aus, da dies der internationale Tag der Kinderrechte ist. Wir bastelten sogar Schilder, auf denen die wichtigsten Kinderrechte standen. Damit übten wir eine Demonstration ein, die nochmals zeigen sollte, dass uns Kinderrechte wichtig sind. Wir wollten helfen!

Und dann kam der Tag: für die kleinen Pause bauten wir unsere Kuchentische auf und präsentierten darauf viele verschiedene Kuchen, Muffins und andere süsse Leckereien. Mit solch einem grossen Andrang hatten wir nicht gerechnet: in weniger als einer Stunde war alles bis auf den letzten Krümel und Tropfen weg und unsere Kasse voll!

Fast 700 Franken hatten wir durch unsere Aktion zusammen bekommen. Stolz übergaben wir dieses Geld wenige Tage später an die Organisation Nahuel zu Händen von Herrn Paredes. Er sicherte uns zu, dass damit nun fünf Kinder in Ecuador ein ganzes Jahr lang zur Schule gehen können.

Wir sind sehr froh und auch stolz darauf, dass der Kuchenverkauf ein so grosser Erfolg war und wir nun damit einigen Kindern helfen können, ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen.