Programmieren im Kindergarten

Roboter versus Zauberer - Wie die Kinder den Roboter richtig programmieren.

Die Roboter sind da! Seit einigen Wochen stört ein Roboter den Zauberer ZickZackZuck. Er steht vor dessen Haustüre und lässt sich nicht bewegen. Wie kann man den Roboter nur aus dem Weg räumen? Nur eines funktioniert, erzählt Herr Hunziker, unser Kindergartenlehrer: Die Kinder müssen ihn wegprogrammieren. Von der Haustüre (Feld 1) bis zum Zielfeld müssen die Kinder dem Roboter den Weg vorgeben.

Es gibt drei Befehle: "vorwärts", "nach rechts drehen" und "nach links drehen". Gar nicht so einfach! Die Klasse muss im Auge behalten, dass sie den Roboter nicht links und rechts aus ihrer eigenen Perspektive dreht, sondern in Fahrtrichtung des Roboters. Im Klassenverband überlegt die Gruppe, welche Befehle es braucht und in welcher Reihenfolge die Befehlskarten hingelegt werden müssen. Erst wenn das ganze Programm steht, drückt der Lehrer auf "go" und alle warten ganz gespannt, ob der Roboter auf dem Zielfeld landet.

So machen die Kindergartenkinder ihre ersten Schritte im Programmieren. Sie lernen, dass man vorausdenken muss und jeder Schritt der Richtung nach genau überdenkt werden muss. Das klappt nicht immer auf Anhieb, und oft muss die Klasse das ganze Programm prüfen und anpassen. Zurzeit üben wir das Programmieren noch mit einem von Lehrerhand bewegten Roboter aus Karton. Bald werden wir aber unsere neu erlernten Kompetenzen an einer richtigen Maschine, dem BeeBot, anwenden können.

Bis dann blockiert der verflixte Roboter dem Zauberer ZickZackZuck sicher noch einige Male die Haustüre.

Programming in Kindergarten