Besuch im Wildnispark

Die Intro-Klasse besucht den Wildnispark.

 

So traf sich eine aufgeregte Schülerschar morgens vor dem Schulhaus. Nachdem alle mit dem Leuchtdreieck und ihrem Mittagessen ausgerüstet waren, zogen wir los zum Bahnhof Rotkreuz. Von dort reisten wir mit der Bahn nach Baar und per Bus weiter bis zum Wildnispark in Langnau am Albis.

Bereits auf dem kurzen Weg von der Bushaltestelle bis zum Parkeingang konnten wir Rot- und Damhirsche sehen. Mit Kennerblick stellten die Kinder fest, dass der Rothirsch-Stier bereits sein Geweih abgeworfen hatte, während der stolze Damhirsch-Bulle seine „Krone“ noch stolz trug. Die Steinböcke hielten sich im Hintergrund, als wir an ihrem Gehege vorbeigingen. Nur ein paar Kitze vom letzten Jahr kletterten wagemutig in den Felsen.

Nach einer Znünipause auf dem grossen Spielplatz trafen wir unseren Tierpark-Lehrer Mauro. Die Kinder hatten grossen Spass am Fuchs-und-Maus-Fangspiel, bevor wir uns auf den Weg zu den Wildschweinen machten. Doch wo waren sie? Erst beim zweiten Hinschauen waren sie zu erkennen, denn sie lagen faul und regungslos – wie grosse Erdhaufen – an der Sonne. Jedes Kind durfte den Hauer (den grossen Zahn eines Keilers) in der Hand halten. Wie „gut“ Wildschweine sehen können, probierten wir mit Wildschweinbrillen aus... auf dem Weg zum zweiten Rothirsch-Gehege.

Hier trug der Bulle sein Geweih und zeigte uns auch gleich, wie viel Kraft er damit hat, als er heftig am Futtertrog rüttelte. Eine alte Geweihstange durften die Kinder dann in der Hand halten, auch eine, die noch den „Bast“ daran hatte, die pelzige Haut während der Wachstumsphase des Geweihs. Und dass die Mahlzähne eines Hirschs recht scharf sind, konnten sie ebenfalls ertasten.
Nach der Mittagspause auf dem Spielplatz spazierten wir durch das „Müslihüsli“ („Ich seh die Maus!“ – „Dort ist die Ratte!“ ...), bei der fast unsichtbaren Wildkatze vorbei zum Wolfsgehege. 15 Kinder heulten um die Wette. Max war es, der einen Wolf entdeckte und allen erklärte, wo sie hinschauen mussten, um ihn ebenfalls zu sehen.

Der Luchs war weniger schwierig zu finden. Er sass in der Nähe des Zauns und zog sich nur langsam in entferntere Regionen zurück. Nur den Bären, den konnten wir nirgends sehen, denn wir hatten keine Zeit mehr, um lange zu verweilen, wenn wir den Bus zurück nach Baar nicht verpassen wollten... Viel zu schnell war die Zeit vergangen!