Medien und was wir wahrnehmen

Kannst du deinen Augen trauen?

Im Informatikunterricht beschäftigte sich die 6. Klasse im Teilbereich «Medien» mit dem Bild als Kommunikationsmittel. Dabei interessierten uns vor allem die Möglichkeiten, wie man mit aktiver und passiver Bildbearbeitung die Aussage einer Fotografie verändern kann. Zu diesem Zweck untersuchten wir historische und aktuelle Fotografien, die teilweise kaum erkennbar, teilweise offensichtlich, bearbeitet wurden. Wir diskutierten über die Absicht der Fotografen, ihre Bilder zu manipulieren und über die unterschiedliche Wirkung, die diese Fotografien schliesslich auf die Betrachter haben können.

Praktisch setzten die Schülerinnen und Schüler ihr erworbenes Wissen um, indem sie in Partnerarbeit selbst Fotografien kreierten, die dem Auge etwas vorgaukeln, was gar nicht sein kann. Dies nennt man passive Bildbearbeitung. Aktive Bildbearbeitung fand am Computer statt, wo die 6. Klässler vor allem lernten, Gegenstände oder Figuren aus einer bestehenden Fotografie auszuschneiden und auf einem neuen Hintergrund neu zu platzieren.

 

Im Zusammenhang mit diesem Thema besuchten wir im März das brandneue Museum WOW in Zürich. Unter dem Titel «Kannst du deinen Augen überhaupt trauen?» führt das Museum durch Räume voller Sinnestäuschungen und Illusionen. Das WOW Museum verbindet Spass mit Lernen, Kultur und Virtualität.

Man konnte sich dort in einem verspiegelten Labyrinth verirren, sich in einem verspiegelten Kaleidoskop unendlichmal sehen. Hautnah erlebten wir Wahrnehmungstäuschungen in Räumen mit schiefen Böden. In einem winzigen, abgedunkelten und verspiegelten Raum fühlte man sich, als ob man mitten im Weltraum schwebte. Es konnte erkannt werden, dass Farben, je nach Hintergrund unterschiedlich wirken. Vor allem gefiel den Kindern, dass sie mit Hilfe des QR-Lesers ihrer Mobiltelefone spannende Informationen zu den einzelnen Phänomenen abrufen konnten. Wir wissen nun, dass man den eigenen Augen nicht immer trauen kann und zur Sicherheit zweimal genau hinschaut!