Outdoor-Aktivitäten sind Teil unseres Stundenplans

Abwechslungsreicher Unterricht SIS Rotkreuz-Zug

Für viele Kinder an der SIS Swiss International School gehört Bewegung und Zeit an der frischen Luft ganz selbstverständlich zum Schulalltag. Matteo und Samuel aus der 5. Klasse der SIS Rotkreuz-Zug erzählen, wie sich ein typischer Schultag mit vielen Outdoor-Aktivitäten anfühlt.

Schon am Morgen beginnt der Tag oft draussen. «Wenn wir in der Schule ankommen, sind wir meistens zuerst draussen, bis der Unterricht beginnt», erzählt Matteo. Die Schülerinnen und Schüler nutzen diese Zeit, um sich zu bewegen, miteinander zu sprechen oder einfach frische Luft zu schnappen, bevor der Unterricht startet.

 

Lernen ausserhalb des Klassenzimmers Auch während des Unterrichts geht es immer wieder nach draussen. Besonders bei Themen aus der Natur wird das Schulgelände oder die Umgebung bewusst in den Unterricht einbezogen. «Wenn wir zum Beispiel UOI zum Thema Natur haben, gehen wir raus und schauen uns die Bäume genau an, damit wir sie besser verstehen», erklärt Matteo.

 

Für die Kinder ist klar, dass sich Lernen draussen anders anfühlt als im Klassenzimmer. «Draussen kann man sich mehr bewe gen und es ist interaktiver», sagt Samuel. Dinge können direkt beobachtet, ausprobiert und entdeckt werden. Matteo ergänzt: «Man kann draussen viel besser Dinge erkunden – die Natur kann man im Klassenzimmer einfach nicht wirklich entdecken.»

Bewegung und Gemeinschaft

Natürlich spielen auch die Pausen eine wichtige Rolle im Out door-Alltag der Kinder. Die Schülerinnen und Schüler nutzen den grossen Spielplatz, unseren Garten oder den Fussballplatz. «Ich spiele meistens Fussball mit meinen Freunden», erzählt Samuel. «Das ist meine Lieblingsaktivität, weil ich mich bewegen kann und es Spass macht, mit meinen Freunden zu sprechen.» Die Mittagspause findet in der Mensa statt, wo sie auch zu Fuss hingehen – das sorgt zusätzlich für frische Luft, bevor die Kinder essen. Danach gibt es 45 Minuten Spielpause draussen. 

 

Auch der Sportunterricht findet regelmässig ausserhalb des Schulgebäudes statt. Die Klassen gehen beispielsweise zu Fuss zur nahegelegenen öffentlichen Sporthalle. «Gestern waren wir wieder in der Sporthalle und haben Floorball gespielt», berich tet Samuel. Besonders gefällt ihm der Weg dorthin: «Der Weg gilt als Aufwärmen. Wir stoppen immer die Zeit und versuchen, schneller zu werden.»

Energie für den ganzen Tag

Die Zeit draussen hat auch einen positiven Einfluss auf das Ler nen im Klassenzimmer. «Wenn ich draussen war, habe ich mehr Energie und mein Gehirn ist bereit für neue Aufgaben», sagt Samuel. Bewegung, frische Luft und gemeinsames Spielen helfen den Kindern, sich besser zu konzentrieren und motiviert zu bleiben. 

 

Auch nach dem Unterricht verbringen alle Kinder viel Zeit draussen im After-School-Programm – besonders im Frühling und Sommer. Dann wird im Garten gespielt und geredet oder manchmal sogar draussen an Hausaufgaben gearbeitet.

Ideen der Kinder

Wenn Matteo und Samuel selbst neue Outdoor-Angebote für die Schule erfinden könnten, hätten sie bereits spannende Ideen. Matteo würde sich ein Gartenprojekt als eigenes Schul fach wünschen. Samuel kann sich feste Outdoor-Spiele oder sogar ein Outdoor-Klassenzimmer im Garten vorstellen. 

 

Für Matteo ist jedenfalls klar, warum Outdoor-Lernen wichtig ist: «Draussen lernen macht Spass, weil man sich bewegen kann und frische Luft bekommt. Wenn die Sonne scheint, ist es umso besser.»

 

Outdoor-Aktivitäten sind deshalb ein fester Bestandteil unseres Stundenplans. Unsere Schülerinnen und Schüler verbringen täglich mindestens 75 Minuten während der regulären Pausen draussen. Dazu kommen die Morgen- und Nachmittagsbetreu ung, in denen Zeit an der frischen Luft ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Tages ist. Besonders schön: Die Kinder erken nen selbst, wie wertvoll Bewegung, Natur und gemeinsame Zeit draussen für ihr Lernen und ihr Wohlbefinden sind!

Dieser Beitrag stammt aus der aktuellen emphaSIS «Logging Out. Stepping Outside.»

 

Zur emphaSIS

Birgit Fauland-Würnschimmel

Schulleiterin der SIS Rotkreuz-Zug

Mehr über den Autor

Birgit Fauland-Würnschimmel

Schulleiterin der SIS Rotkreuz-Zug

Birgit Fauland ist in Österreich aufgewachsen und absolvierte dort die Ausbildung zur Primarlehrperson. Sie hält einen Master of Arts in Educational Leadership und eine Ausbildung in Deutsch als Zweitsprache (DAZ). Zudem ist sie zertifizierte Mentor/in für angehende Lehrpersonen.

Durch ihre langjährige internationale Erfahrung an bilingualen Schulen in Deutschland, Spanien, der Schweiz und Kanada konnte sie wertvolle Einblicke in unterschiedliche Bildungssysteme gewinnen und leitete zuletzt erfolgreich eine bilinguale Privatschule in der Zentralschweiz. Seit Februar 2025 ist sie Schulleiterin der SIS Rotkreuz-Zug. Ihr grösstes Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Kinder wertschätzend und zukunftsorientiert unterrichtet werden, damit sie als aktive Weltbürgerinnen und Weltbürger ihren Platz in der Welt finden und gestalten können.

Als Schulleiterin liegt ihre Leidenschaft in der Förderung von Lernprozessen über alle Klassenstufen hinweg. Sie setzt auf praxisorientierte und kreative Methoden, um den Unterricht lebendig und motivierend zu gestalten. Ihre Erfahrungen teilt sie regelmässig in Fachartikeln, in denen sie über Unterrichtsentwicklung und kreative Lehrmethoden schreibt.

Abseits des beruflichen Alltags ist Birgit Fauland gerne in der Natur – sei es beim Wandern in den Bergen, Segeln oder Wintersport. Zudem lässt sie sich von Musik, Podcasts und dem Kochen inspirieren, um ihre Energie und Kreativität immer wieder neu aufzuladen.