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Wirtschaftswoche: Planspiel mit realen Herausforderungen

Gymnasium Abwechslungsreicher Unterricht Lokale Verbundenheit SIS Pfäffikon-Schwyz

Am Gymnasium der SIS Pfäffikon-Schwyz fand im Januar 2026 erstmals die «Wirtschaftswoche» statt. 18 Schülerinnen und Schüler leiteten über fünf simulierte Geschäftsjahre einen Schuhproduktionsbetrieb – und hatten dabei nicht immer günstige makroökonomische Rahmenbedingungen.

Begleitet von Theoriebeiträgen und Übungen zur Präsentation der Ergebnisse arbeiteten sich die Jugendlichen in ein neues Umfeld ein. Ziel war es, Gewinne, Produktion, Personalmanagement und Marketing so aufeinander abzustimmen, dass ein stimmiges Gesamtergebnis entstand.

Einblick in die Praxis bei Netstal AG
Ein Höhepunkt der Woche war die Unternehmensbesichtigung bei der Maschinenherstellerin Netstal AG in Näfels (GL). Personalchef Markus Ronner nahm sich mit viel Einfühlungsvermögen den Fragen der Schülerinnen und Schüler an. Die Führung durch die Produktionsräume des Unternehmens mit 550 Mitarbeitenden zeigte zudem auf, wie konkret das Gelernte mit der Praxis übereinstimmte.

Abschluss an der Generalversammlung
Zum Abschluss wurden die Ergebnisse der fünf Geschäftsjahre der vier Unternehmen in Form einer Generalversammlung präsentiert. Dabei galt es, auch negative Resultate ehrlich und dennoch konstruktiv darzustellen. Da die vier Unternehmen miteinander konkurrierten, konnten nicht alle in jedem Jahr Gewinne erzielen – und gerade wenn nicht alles rund lief, war der Lerneffekt oft besonders gross. Zusätzliche Nervosität brachte die Anwesenheit der Eltern, die im Anschluss kritische Fragen stellen konnten.

Präsentationskompetenz als Teil der Studierreife
Das Präsentieren von Arbeitsergebnissen gilt auch als Ausdruck der Studierreife. Entsprechend erschienen die Jugendlichen an der Generalversammlung in «Business Casual». Einige mussten sich zunächst zeigen lassen, wie man eine Krawatte bindet. Zudem wurde viel Wert auf die Körpersprache gelegt – Kompetenzen, die an der Maturaprüfung und später im Leben gebraucht werden. In der Regel erinnern sich die Teilnehmenden auch noch Jahre später an diese Erlebnisse.

 

Autor: Jörg Stehrenberger, Lehrperson Wirtschaft und Recht an der SIS Pfäffikon-Schwyz