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Kinder stärken in einer digitalen Welt

Varied Lessons Switzerland-wide

Kinder und Jugendliche benötigen früh digitale Kompetenzen, um sich in einer zunehmend technologisch geprägten Welt sicher zu bewegen. Ebenso wichtig sind Räume, in denen Lernen sinnlich, gemeinschaftlich und ohne Bildschirm stattfindet. An der SIS Swiss International School setzen wir digitale Medien deshalb gezielt, altersgerecht und auf einer pädagogischen Grundlage ein.

Die digitale Transformation prägt Gesellschaft, Kommunikation und Arbeitswelt. Wer Kinder auf die Zukunft vorbereiten will, muss sie anleiten, technologische Entwicklungen zu verstehen, digitale Werkzeuge sinnvoll zu nutzen und Chancen sowie Risiken digitaler Medien realistisch einzuschätzen. An der SIS fördern wir diese Kompetenzen vom Kindergarten bis in die Primarstufe systematisch über unser IT-Curriculum. Es umfasst vier Lernbereiche: digitale Technologie, Programmieren, Medien sowie Kommunikation und E-Safety. So schaffen wir altersgerechte Lernsituationen, in denen Kinder digitale Zusammenhänge verstehen und Handlungskompetenz entwickeln.

Systematischer Aufbau durch unser IT-Curriculum
Im Kindergarten geschieht dies bewusst zurückhaltend und spielerisch. Die Kinder kommen nur in begrenztem Mass mit digitalen Geräten in Kontakt. Erste Erfahrungen sammeln sie beispielsweise beim Ein- und Ausschalten von Geräten, wenn sie die Namen von Bestandteilen lernen oder indem sie einfachen Robotern Befehle erteilen. Dabei geht es zunächst um grundlegende Konzepte wie logisches Denken, das Verstehen von Abläufen und das Formulieren klarer Anweisungen. Mit zunehmendem Alter arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit komplexeren Robotern, vertiefen ihre Programmierkenntnisse und setzen sich intensiver mit Medien, digitaler Kommunikation und Fragen der Sicherheit auseinander. So entwickeln sie Schritt für Schritt digitale Kompetenzen, die technisches Verständnis und reflektiertes Handeln verbinden. 

 

Bewusst Raum für analoge Erfahrungen schaffen

Kinder brauchen für ihre Entwicklung jedoch ebenso Lerngelegenheiten, in denen sie sich ohne Bildschirm konzentrieren, wahrnehmen, gestalten und mit anderen in Beziehung treten. Deshalb schaffen wir bewusst Situationen, in denen Lernen haptisch, sinnlich und im direkten Austausch stattfindet. Gerade dann werden Kreativität, Kooperation, Empathie und kritisches Denken in besonderer Weise gefördert: Beispielsweise durch Exkursionen, die an konkrete Lernziele anknüpfen, oder Klassenlagern in der Natur, in denen Handys bewusst zu Hause bleiben. Ausserhalb des Schulzimmers sammeln Schülerinnen und Schüler Erfahrungen, die gemeinschaftliches Lernen stärken, Selbstständigkeit fördern und in einer oft reizintensiven Welt Momente der Konzentration und Entschleunigung ermöglichen.

 

Technologie sinnvoll nutzen, Entwicklung ganzheitlich fördern

Unser Ziel ist weder ein möglichst früher noch ein möglichst häufiger Einsatz digitaler Medien. Entscheidend ist für uns, dass Technologie dort genutzt wird, wo sie Lernen sinnvoll unterstützt und die Kinder in ihrer Entwicklung stärkt. Gleichzeitig schaffen wir bewusst Erfahrungsräume, in denen sie die Welt unmittelbar, mit allen Sinnen und im Miteinander erfahren. Unser Anspruch ist klar: digitale Kompetenz fördern und zugleich die analogen Erfahrungen stärken, die für Entwicklung und Lernen unverzichtbar sind.

 

Lisa Cummins ist Leiterin Pädagogik und Schulentwicklung bei der SIS Schweiz. Zuvor war sie Schulleiterin der SIS Männedorf-Zürich und verfügt über langjährige Erfahrung in der Bildung und Schulentwicklung. Sie setzt sich dafür ein, die Unterrichtsqualität kontinuierlich weiterzuentwickeln und Schulen sowie Lehrpersonen bei der Gestaltung erfolgreicher Lernprozesse zu unterstützen.