Der Wald-Joggingpfad neben der SIS Pfäffikon-Schwyz bot dabei mehr als nur einen Szenenwechsel: Er gab den Schülerinnen und Schülern Raum zum Durchatmen und zur freien Bewegung und ermöglichte es ihnen, Aktivität auf eine ruhige und erfrischende Weise zu erleben. Unsere Schülerinnen und Schüler stellten sich der Herausforderung, jede Woche eine Meile zu laufen. Die Erfahrung war einfach aufgebaut, aber dennoch sehr bedeutsam. Der Fokus lag nicht auf Geschwindigkeit oder Wettbewerb, sondern auf persönlichem Fortschritt, Beständigkeit und dem Lernen, Ziele zu setzen und im eigenen Tempo daran zu arbeiten.
Lernen unter freiem Himmel
Das Laufen auf einem Waldweg ist ein sinnliches Erlebnis, das sich deutlich von Aktivitäten in Innenräumen unterscheidet. Das Knirschen der Schritte auf dem Waldboden, das Sonnenlicht zwischen den Bäumen und die frische Luft schaffen eine ruhige, fokussierte Atmosphäre. Die Schülerinnen und Schüler kommen oft gesprächig und energiegeladen an, doch sobald der Lauf beginnt, ist eine spürbare Veränderung zu beobachten. Die Atmung wird gleichmässiger, die Aufmerksamkeit richtet sich nach innen und die Bewegung wird rhythmisch. Diese Umgebung unterstützt sowohl das körperliche als auch das mentale Wohlbefinden. Für viele ist es eine willkommene Abwechslung im Schulalltag, eine Gelegenheit, durchzuatmen, neu zu starten und den Fokus wiederzufinden.
Individuelle Ziele, individuelles Tempo
Ein zentraler Bestandteil der Einheit war das Setzen individueller Ziele. Die Schülerinnen und Schüler reflektierten ihre Fähigkeiten und setzten sich sinnvolle Ziele: die Meile ohne Unterbruch zu laufen, die Ausdauer zu verbessern, die Atmung zu kontrollieren oder sich einfach sicherer zu fühlen. Fortschritte im eigenen Tempo wurden bewusst gewürdigt, was Eigenverantwortung, Motivation und das Verständnis stärkte, dass kontinuierlicher Einsatz wichtiger ist als sofortige Ergebnisse.
Ein gemeinsamer Weg
Auch wenn alle ihre eigene Meile liefen, machten sie die Erfahrung doch gemeinsam. Mitschülerinnen und Mitschüler boten Ermutigung, stille Unterstützung und Anerkennung für die erbrachte Leistung, wodurch eine positive Gruppenatmosphäre entstand. Die Schülerinnen und Schüler lernten, Fortschritte bei sich selbst und bei anderen wahrzunehmen, und entwickelten dabei Empathie und Respekt. Dieses schöne Gemeinschaftsgefühl machte es leichter, sich selbst herauszufordern, wobei der Einsatz mehr zählte als der Vergleich.
Mehr als nur Laufen
Auch wenn der Schwerpunkt der Einheit auf dem Laufen lag, bestand ihr übergeordnetes Ziel darin, den Schülerinnen und Schülern eine positive Beziehung zu Bewegung im Freien zu vermitteln. Bewegung in der Natur zeigt, dass Sport Freude bereiten und leicht zugänglich sein kann, ohne auf ein Fitnessstudio oder einen Vereinssport beschränkt zu sein, und dass er Gewohnheiten fördert, die ein Leben lang zu körperlicher Fitness beitragen. Die Nutzung des Waldwegs stärkt zudem die Verbindung zur lokalen Umgebung und zeigt die Natur als Raum für Wohlbefinden, Bewegung und Reflexion. Diese Erfahrungen sollen die Schülerinnen und Schüler dazu inspirieren, ähnliche Möglichkeiten auch ausserhalb der Schule zu nutzen.
Autorin: Meredith Rooney, Lehrperson